2 Jahre InDesign

Kategorie: Druckvorstufe | 2 Kommentare »

Vor knapp mehr als zwei Jahren haben wir uns entschieden Adobe InDesign als Haupt-Layout Programm anstelle von Quark XPress einzusetzen. Zeit ein kurzes Resümee zu ziehen, war es doch intern eine recht große Umstellung, da bei uns in den 12 Jahren davor XPress das unangefochtene Layoutprogramm war.

Obwohl ich Indesign von Anfang an (damals hatte das Programm noch keinen Namen, wurde als Quark-Killer o.ä. bezeichnet) als ehemaliger Adobe Solution Partner (ASN) testen konnte, war das Programm für uns erst in der Version CS2 eine echte Alternative zu XPress.

Mehr Möglichkeiten

Ausschlaggebend für den Umstieg waren in erster Linie der Einsatz von Photoshop Dateien und deren Ebenen, die Transparenz- und Schlagschatten-Effekte, das durchgängige Farbmanagement, der Einsatz von Scripten und der problemlose Export in das PDF-Format, welches die Konkurrenz (Version bis 6.5) nicht in dieser Art und Weise, und wenn dann nur mit Hilfe von Drittanbieter Plugins produzieren konnte. Auch darf man nicht ausser Acht lassen, dass Kunden, welche nicht aus dem graphischen Gewerbe kommen, eher Indesign als XPress installiert haben.

Der Umstieg machte weniger Probleme als damals angenommen. Klar es gab einige Eigenheiten seitens der Programmbedienung, aber im Grunde lief es auf den Faktor aus “Kannst du das eine Programm, kannst du auch das andere“.

Einzig die Konvertierung sämtlicher aktuellen Xpress Dokumente verlief nicht immer zufriedenstellend, welche nachträglich manuell korrigiert und optimiert werden mussten. Obwohl anfangs ein beträchtlicher Mehraufwand von Nöten war, hat sich dieser gelohnt. Sowohl auf unserer Seite, durch eine moderne und zeitgemäße Arbeitsweise, als auch für den Kunden, welcher bei Bedarf, die Daten selbst weiter verarbeiten kann.

Konkurrenz schläft nicht

Klar, auch die Konkurrenz schläft nicht, und hat mittlerweile in vielen Bereichen nachgebessert. Adobe hat aber durch seine geschickte Verkaufspolitik (Stichwort: Creative Suite mit Photoshop, Indesign, Illustrator, Bridge, etc.) derzeit die Nase vorn. Bleibt zu hoffen, dass diese nicht in die Arroganz des ehemaligen Marktführers verfallen, und die Wünsche der Anwender ignorieren. Sind doch nicht alle Neuerungen und Entwicklungen des aktuellen CS3-Paketes für jedermann zufriedenstellend.

2 Antworten zu “2 Jahre InDesign”

  1. Peter

    Wir haben auchvor rund einem Jahr auf Indesign umgestellt. Trotz anfanglicher Zweifeln vermisst mittlerweile keiner mehr das Arbeiten mit XPress.

  2. Claudia Moebus

    Wir besutzen derzeit sowie InDesign als auch QuarkXPress. Auch wenn die aktuelle Version von Quark um einiges aufgeholt hat, ist das Programm keine Kokurrenz zur intuitiven Handhabung von InDesign. Viele “Neuerungen” im Quark kann man schon seit der ersten Version von InDesign nutzen. Prinzipell ist es aber bei vielen Nutzern eine Gewöhnungssache, bei welchen Programm der Vorzug liegt. Dennoch finde ich – eine Umstellung auf InDesign erleichtert die tagliche Arbeit um ein Vielfaches.

Mastblau

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