8 Gründe auf bekannte CMS zu setzen

Kategorie: CMS | 4 Kommentare »

Content Management Systeme bzw. Weblog Systeme gibt es derzeit wie Sand am Meer, egal ob auf Open Source Basis, als Bezahlsoftware oder als Eigenentwicklung einzelner Anbieter. Bevor man ein Unternehmen auswählt, eine Homepage zu programmieren, sollte man sich vorderhand erkundigen, welches System eingesetzt wird, andernfalls können unter Umständen erhebliche Probleme auftauchen.

Günstig muss nicht billig sein

Es ist absolut verständlich, dass der Kunde möglichst wenig ausgeben will, und dass das System möglichst einfach zu warten sein soll. Auch wenn einem der Webdesigner ein möglichst billiges Angebot stellt, sollte man abklären, welches System eingesetzt wird, da andernfalls entweder in Zukunft sehr hohe Updatekosten anfallen können, oder man im Falle einer Eigenentwicklung an den Webdesigner gebunden ist, falls es diesen in den nächsten Jahren überhaupt noch gibt.

Vorteile bekannter OpenSource CMS

Gerade kleinere Unternehmen sollten möglichst bekannte, gut supportete Software einsetzen, erspart dies in Zukunft unter anderem viel Nerven und Geld.

  1. Immer up-to-date
    Bekannte Content Management Systeme werden regelmässig aktualisiert und erweitert. Dadurch ist man immer up to date.
  2. Immer sicher
    Sicherheitslöcher und Bugs werden von der grossen Open Source Community schnell entdeckt und auch behoben. So kann man sicher sein, dass sämtliche Sicherheitslöcher und Bugs beseitigt werden, und am letzten Stand ist, bevor man zu Schaden kommt.
  3. Günstig bis kostenlos
    OpenSource ist frei erhältlich und kostet somit nichts. Es fallen höchstens Kosten bei ihrem Webdesigner an.
  4. Keine Codewüste
    Eigenentwicklungen sind des öfteren wahre Codewüsten, schlecht gewartet und schlecht dokumentiert, sodass fremde Webprogrammierer sich kaum damit zurechtfinden. Deswegen würden, bei einer Fremdvergabe nochmalige Kosten für die Installation eines neuen CMS anfallen.
  5. Freie Wahl
    Sollten Sie mit ihrem Webdesigner nicht zufrieden sein, so können Sie sicher sein, schnell einen neuen Webdesigner zu finden, welcher sich nicht erst in den Code einarbeiten muss. Bei Eigenentwicklungen ist es fast unmöglich den Webdesigner zu wechseln.
  6. Selbstwartung
    Bei den bekannteren Systemen gibt es derart viele Tutorials, dass man sich die gröbsten Sachen selbst beibringen kann, und sich somit weitere Kosten erspart.
  7. Viele Erweiterungen ohne Zusatzkosten
    Bei Bezahlsoftware oder Eigenentwicklungen zahlt man in der Regel für zusätzliche Erweiterungen extra. Dieser Kostenpunkt fällt bei den grösseren Open Source Projekten durch die grosse Community weg.
  8. Perfekter Support
    Da bekannte OpenSource Projekte viele User anziehen, ist der Support meistens auch hervorragend. Entweder durch das Entwicklerteam oder/und durch die Anwender selbst.

4 Antworten zu “8 Gründe auf bekannte CMS zu setzen”

  1. Sabine

    Und für wen ist dieser Tipp? Ich finde da sollte man schon besser differenzieren. Und zum Beispiel mal darüber nachdenken:

    Was nützt ein kostenloses CMS (z. B. Typo3), wenn es 500 Module gibt, aber keines passt, sondern man nur eine „Kleinigkeit“ andern will.
    Dann entstehen weitere Kosten.

    Meist ist doch nur das CMS selbst gut programmiert. Module sind so unsicher wie diejenigen, die das programmieren und somit nicht verwendbar, wenn diese nicht überprüft und überwacht werden, das kostet Geld.

    Die meisten bekannten CMS sind doch eierlegende Wollmilchsaue, die sollen alles können (nach Papier) aber könnens dann doch nicht, weil es ja erst angepasst (programmiert) werden muss. Und das kostet Geld.
    Im übrigen ist das Pflegen von Inhalten (z. B. Typo3) viel zu kompliziert, was an dem EierlegendenWollmilch-Konzept liegt.
    Das CMS erfordert eine Schulung! Die widerum Geld kostet.

    Frage: Was nützt ein CMS, wenn es
    1. nicht genau das macht, was man will, weil es nicht auf ein individuelles Problem zugeschnitten ist.
    2. wenn die Mitarbeiter keinen Bock haben, die Webseite zu aktualisieren, weil es Ihnen zu kompliziert ist

    ?

    Ich gebe Dir also Recht:
    Günstig muss nicht billig sein. Sondern meist viel Teuerer.

  2. Ragi

    Hallo Sabine
    in dem Punkt gebe ich dir recht, dass man vorher überlegen muss, welches CMS eingesetzt werden soll. Es muss vor allem die gewünschten Funktionen beinhalten, und auch für den Kunden leicht wartbar sein.

    Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel geschrieben, warum wir für viele Webseiten WordPress anstatt Typo3 vorziehen – vor allem wegen der Einfachheit des Systems und des leichten Erlernens zur selbstandigen Pflege durch den Kunden.

    Das Problem, warum ich diesen Artikel hier verfasst habe ist, dass viele Kunden bei irgendeinem Webdesigner eine Homepage bestellen, und nach einigen Jahren weitere Funktionen bzw. ein Redesign wünschen.

    Leider verschwindet nach einiger Zeit ein Grossteil der Webdesigner von der Bildflache, und falls es sich um ein selbstgestricktes CMS handelt wird das für den Kunden in der Regel sehr sehr teuer. Dies könnte man zT verhindern, wenn man auf bekannte CMS setzt.

  3. Hans

    Hallo,
    Wie ich sehe ist der Artikel schon etwas älter, aber trotzdem scheinbar noch immer in Diskussion.
    1. Teuer im WEB? Ich glaube das die meisten Webdesigner nicht verstehen, das eine Webseite ein Marketinginstrument zum Kunden gewinnen, Kunden binden, etc. ist.
    2. Verdammt noch mal, warum soll man den den Content laufend erweitern? Also ich kenne absolut keine Firma die sich nicht weiterentwickelt und dieses sollte dem Kunden ja auch vermittelt werden. Übrigens, was Google davon hält? Schau mal was der Crawler macht wenn die Seite statisch ist.
    3. Was für ein OpenSource Projekt spricht ist einfach der Code. Es kommen immer wieder Kunden zu mir mit dem Wunsch auf eine Optimierung. Wenn ich mir dann den “selbst gebastelten Code” ansehe stellt sich die Frage ob sich der sogenannte Designer irgendwann mal, sich in Google Webmastertool eingelesen hat? Es gibt für jedes Projekt ein passendes CMS. Egal ob Joomla, Drupal, Typo3 etc.
    4. Was keinen Sinn macht! Mit Typo3 oder Drupal ein 10 Seiten Projekte umzusetzten. Warum? Verhältnis Quellcode zum Content.
    5. Der Grund für ein CMS. Wenn man ein wenig Verständnis im I-Net aufbringt und mit Frameworks umgehen kann ist ein OpenSource Projekt, richtig eingesetzt, mit einem passenden Framework im Hintergrund für das Template, eine günstige und vor allem einfach zu pflegende Sache für den Entwickler, Designer und auch für den Anwender.
    6. Zum Thema umsetzten: Drupal ist ein für mich interessantes CMS und man kann mit diesem mächtigen System (CCK, Views, etc.) so ziemlich alles umsetzen.

    Im diesen Sinne – let’s Rock.. ;-)

  4. Dennis

    Der Artikel und die Kommentare sind zwar schon etwas älter, möchte aber trotzdem einmal darauf eingehen. Für diejenigen die grade in Überlegung sind ob OpenSource oder
    ein Kommerzielles System. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Bei beiden entstehen kosten. Bei OpenSource kann ich mir das passende Angebot aussuchen, Studenten sollten mit eingebunden werden. Bei Kommerziellen Systemen habe ich zwar meist kostenlosen Support, dafür aber eine feste Preisbindung. Wenn ein System von der Programmierung her unter 8.000 Euro kostet bietet Typo3 mehr. Über den Preis sollte man auch Kommerzielle Systeme mit einbeziehen. Man hat zwar seine festen Lizenzkosten, das System bietet eventuell schon mehr als Typo3. Kommt aber auf den Einsatz an, für welche Zwecke man sein CMS-System einsetzen möchte. Vorteil bei OpenSource ist eben das man keine feste Preisbindung hat.
    Jedes CMS-System verfügt über eine andere Strategie und Zielgruppe. Was für wünsche hat man und wie soll der Content veröffentlicht werden. Legt man mehr Wert auf Vielseitigkeit des Systems oder Flexibilität der Inhalte? In meinem Fall ist Typo3 im Verhältnis zu den Kommerziellen Systemen von SIX oder E-Spirit billiger. Liegt aber daran, dass nicht ein Programmierer das System einrichtet, sondern verschiedene, naja darunter auch Studenten. Wer braucht 500 Module, wenn man mit wenigen eine gute und effiziente Webseite unterhalten kann, siehe ZDF.

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