Neue Serie: PDF/X

Kategorie: Druckvorstufe, PDF | 6 Kommentare »

Man mag es eigentlich kaum glauben! Seit rund 1992 gibt es Colormanagement, das PDF/X selbst ist seit 2001 ein bekannter Standard, also doch seit rund 9 Jahren eine bekannte Tatsache (ein in unserer heutigen schnelllebigen Zeit eine enorm lange Zeitspanne), und trotzdem tun sich sowohl Anwender als auch die Industrie extrem schwer damit fehlerfrei umzugehen. Zu widersprüchlich und verworren die Informationen, zu schleissig der der Umgang mit dem Thema Farbe, zu ignorant und zu wenig kooperativ die Vorangehensweise der einzelnen Hersteller, etc.

Das Ergebnis ist bekannt: ein einziges Chaos rund um PDF/X und Colormanagement.
Doch dem soll nun mittels dieser Serie Abhilfe geleistet werden.

Warum ein neuer PDF/X Ratgeber?

Gute Frage. Gibt es nicht schon genügend Ratgeber, Leitfäden, Fachportale, Organisationen rund um PDF/X & Colormanagement?

Ja, gibt es, aber anscheinend haben diese es noch nicht geschafft, den einzelnen Anwendern das nötige Grundwissen zu vermitteln, ansonsten wäre es kaum zu erklären, warum selbst ein Haufen sogenannter Profis in der graphischen Industrie gerade mal das Wort PDF/X buchstabieren, aber nicht damit umgehen können.

PDF/X für Einsteiger

Diese neue Serie rund um PDF/X und Colormanagement richtet sich speziell an europäische Anwender der Werbe- und Druckindustrie, mit Hauptaugenmerk dem Bogenoffsetdruck, welcher das gebräuchlichste Druckverfahren in Europa darstellt. Experten in Sachen PDF/X und Farbmanagement werden hier kaum etwas Neues lernen, aber für diese kleine Gruppe ist diese Serie nicht gedacht, was aber nicht heisst, dass wir Sie nicht gerne dazu einladen, hier ihre fachspezifischen Kommentare abzugeben. Wir bitten sogar darum.

Denn je eher auch der Letzte über diese Thematik Bescheid weiss, umso geringer werden allfällige Reklamationen / Streitereien bezügliche fehlerhafter Daten, missglückter Drucke, odgl.

Ablauf der PDF/X-Serie

Es werden in den nächsten Tagen nach und nach neue, praxisbezogene Artikel zum Thema Colormanagement und PDF/X, deren Grundeinstellung, deren Funktion und deren Anwendung, etc. hier auf diesem Blog veröffentlicht. Ihr habt jeweils immer die Möglichkeit, als Kommentar Verbesserungen, Fehler, Hinweise, Fragen, etc. zu hinterlassen. Sämtliche Artikel werden jederzeit überarbeitet und auf neuesten Stand gebracht. Mit Ende März werden wir dann diese Serie zusätzlich als ein übersichtlich gestaltetes Nachschlagewerk zum Thema PDF/X & Colormanagement kostenlos als PDF zum Download anbieten.

Hauptaugenmerk liegt in einer einfachen, lockeren aber doch klaren und vor allem praxisbezogenen (Grund-) Wissensvermittlung, ohne sich allzu sehr ins Detail zu verlieren, speziell ausgerichtet auf das in Deutschland, Österreich und der Schweiz gebräuchlichste Druckverfahren, dem Bogenoffsetdruck, sowie den Anwenderprogrammen Photoshop, Bridge und Indesign. Zu einem späteren Zeitpunkt wollen wir uns auch dem Layout-Programm Quark XPress widmen.

Wichtigstes Kriterium: kurz, klar und bündig.
Diese PDF/X-Serie soll in keiner Konkurrenz zu derzeit bestehenden Leitfäden stehen, sondern diese zusätzlich ergänzen.

Kurz zum Autor

Der Verfasser dieser Serie ist Alexander Raganitsch, ehemals langjähriges Mitglied bei Adobe Solution Network Partner (ASN) , mit mehr als 17-jähriger Berufserfahrung im graphischen Gewerbe, speziell Druckvorstufe und Datenhandling (Stand 2009).

Durch die lange Praxiserfahrung und der tagtäglichen Konfrontation mit Druckvorstufe, Datenaufbereitung, Druck kennt er die die Probleme der Industrie und der Kunden aus eigener Erfahrung und weiss, dass Theorie und Praxis mitunter weit auseinander klaffen.

Übersicht der PDF/X-Serie

PDF/X – Leitfaden Teil 1: Vorwort, die Geschichte des PDF/X & Colormanagement. Die Idee hinter PDFX.

PDF/X – Leitfaden Teil 2: Die gebräuchlichsten ICC-Profile im europäischen deutschsprachigen Raum, der RGB und CMYK Workflow, Einstellung eines übergreifenden Farbmanagements.

PDF/X – Leitfaden Teil 3: Der Unterschied zwischen einer RGB bzw. CMYK Konvertierung, Farbkonvertierung in Photoshop und das Arbeiten mit Layout-Programmen.

PDF/X – Leitfaden Teil 4: Erstellung von druckreifen PDF auf Basis von PDF/X, Unterschied zwischen PDF/X-1a und PDF/X-3.

PDF/X Resümee: Das Resümee und Gedanken zum PDF Leitfaden, warum dem CMYK Workflow der Vorzug gegeben wird.

6 Antworten zu “Neue Serie: PDF/X”

  1. Babsi

    Da bin ich mal aber gespannt, ob endlich mal eine Lektüre zu pdfx kommt dich auch ich mal verstehe. Leider hatte ich erst vor kurzem eine Reklamation, da angeblich irgendwelche Farben nicht richtig definiert waren, wasich nicht verstehe, da ich nur im cmyk Modus arbeite.

    Kann mir wer da helfen?

  2. Ragi

    Hi Babsi. habe dir mal eine Email geschickt.

  3. Neuer PDF/X Leitfaden - Webmasterfind Blog

    [...] erschienen: Neue Serie: PDF/X PDF/X – Leitfaden Teil 1 PDF/X – Leitfaden Teil 2 PDF/X – Leitfaden Teil [...]

  4. Gerhard

    Hi Babsi,

    CMYK-Werte sind auch keine Farben, sondern es sind eher Einstellungen. ;-)
    100c 50m 10y 0k bedeutet, dass die Druckmaschine den Hahn für Cyan 100 % öffnet, den Hahn für Magenta um 50 % usw. Der Wert sagt aber nichts darüber aus welche Farbe dabei letztlich herauskommt. Denn bei der Angabe ist nicht bekannt wie das Cyan oder das Magenta (als Farbe im Eimer) in der Druckmaschine aussieht. Es ist auch nicht bekannt wie viel Farbe bei einer 50 %igen Öffnung des Ventils fließt. Weiter sind die die Farbe und Saugkraft des Papiers bekannt.
    Also, ein CMYK-Wert (für RGB gild dasselbe) sagt gar nichts über die Farbe, sondern nur über die Einstellung des Druckers/Druckmaschine.

    Eine Farbangabe wäre z.B. ein LAB-Wert, oder ein CMYK-Wert mit ICC-Profil. Dann nämlich kann das Colormanagement errechnen welche Farbe der CMYK-Wert meint.

    Bei heutigen Programmen arbeitet man am besten mit RGB-Werten und einem zugehörigen ICC-Profil. Dann kann der Colormanagement-Workflow die CMYK-Werte daraus berechnen. Nimmt man für eine technische Fläche einen CMYK-Wert, dann sollte man darauf achten, dass man den Wert passend zum Druck verwendet, oder dass mit Hilfe eines Device-Link-Profils der Wert konvertiert wird. Es ist nämlich so: Wenn man z.B. 50 % Cyan wählt, den Wert dann aber mit einer normalen Konvertierung in ein anderes Druckverfahren überträgt (z.B. Zeitungsdruck), dann wird der Wert in eine LAB-Farbe konvertiert und von dort zurück in einen neuen CMYK-Wert. Allerdings erhält man jetzt einen mehrfarbigen CMYK-Wert, und das will man ja nicht. Man will ja nach Möglichkeit weiter nur eine Farbe drucken. Device-Link-Profile machen genau das: Konvertieren nicht über den LAB-Farbraum, sondern direkt von CMYK zu CMYK.

  5. Gerhard

    Huch, ein paar Tippfehler – sorry!

  6. mel

    Ja das ist schon so eine Sache mit den ICC Profilen. Hab da auch immer meine Schwierigkeiten mit. Aber vielleicht helfen ja die vielen Ratschläge:-) Werds mal ausprobieren…

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