Farbabstufungen dank Raster

Kategorie: FAQ, Repro |

Rasterwinkel Im Gegensatz zu Fotoabzügen können beim Offsetdruck Helligkeitsunterschiede
nicht direkt als Grauwerte wiedergegeben werden. Beim Druck gibt es entweder Farbe oder keine Farbe – den Fall “ein bisschen Farbe” gibt es nicht. Mit Hilfe einer Rasterung täuscht man dem menschlichen Auge Helligkeitsunterschiede vor. Bei einem färbigen Bild lassen sich die unterschiedliche Farbabstufungen durch die Grösse der Punkte simulieren.

Diese “kleinen Punkte” sind in einer regelmässigen Gitterstruktur angeordnet, welche man als Raster bezeichnet. Aus der Grösse der einzelnen Punkte in Relation zur Rastermasche resultiert eine gewisse Flächendeckung – dadurch entsteht für das menschliche Auge eine gewisse Helligkeitsabstufung der Farbe. Ob dabei die einzelnen Rasterpunkte noch erkannt werden, hängt neben der Grösse der Punkte auch vom Betrachtungsabstand ab.

Durch die feine Rasterung wird dem menschlichen Auge mit nur drei Volltonfarben (Cyan, Magenta, Gelb) und Schwarz als Kontrastverstärker ein färbiges, natürlich wirkendes Bild vorgetäuscht.

Im englischen Sprachraum wird die hier beschriebene Art der flächenvariablen
Rasterung als “Halftoning” und die so generierten Lithos als “Halftone” bezeichnet. Im deutschen Sprachraum werden dagegen nur ungerasterte Bilder als Halbton-Bilder bezeichnet.

Die Feinheit des Raster wird üblicherweise in Linien pro Zentimeter bzw. Dots per Inch angegeben, und weist meist eine quadratischen Gitterstruktur auf. Dabei wird für jeden Farbauszug eine bestimmte Rasterwinkelung zugeordnet, um den Moire-Effekt zu verhindern.

Es sind unterschiedliche Punktformen gebräuchlich, wie z.B elliptische, quadratische, rund-quadratische, rautenförmige ect., wobei die Form zwischen den hellen, mittleren und dunklen Bereichen auch noch variiert werden kann.

Neben Rastern mit regelmässigen Strukturen gibt es auch Raster mit unregelmässigen Strukturen, wie dies beim frequenzmodulierten Raster der Fall ist. Beim frequenzmodulierten Raster wird die Helligkeit nicht mit der Punktgrösse simuliert, sondern mit der Anzahl der Punkten.

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