XPress 8 angekündigt

Kategorie: Software |

Rechtzeitig vor Beginn der Drupa 2008 in Düsseldorf stellt das Softwareunternehmen Quark das Layoutprogramm XPress 8 vor. Laut Pressemeldung soll XPress 8 mit vielen Neuerungen wie einer überarbeiteten intuitiven Benutzeroberfläche, einem vereinfachten Workflow, neuen Typographiefunktionen und optimierten Werkzeugen zur Bildbearbeitung und Datenhandling aufwarten.

Revolutionizing Publishing?

Quark verspricht schnelleres designen mit weniger Klicks mit Hilfe der neuen intuitiven Oberfläche und mächtigeren Werkzeugen zum Bearbeiten von Objekten und Textinhalten. Zudem wurden die Funktionen des Interactive Designers ausgebaut und kann nun neben den ursprünglichen Print-Projekten auch für Flash und html gestalten, ohne seine gewohnte Umgebung zu verlassen.

Auch die typographischen Funktionen, wie optischer Randausgleich, objektspezifische Grundlinienraster, etc. wurden zum Teil komplett überarbeitet bzw. erweitert, sodass ein professionelleres und exakteres Arbeiten möglich ist.

Sprich, man sei auf die Bedürfnisse der Kreativen eingegangen und habe versucht ein möglichst einfaches aber effektives Werkzeug zur Verfügung zu stellen.

Geniestreich oder Flop?

Eines vorweg. Wir haben bis dato die neue Version noch nicht live getestet, sich aber alle möglichen Informationen zu der achter Version angesehen.

Leider kann ich mich selbst noch nicht der Euphorie anschliessen. Zum einen sieht die Benutzeroberfläche doch sehr gewöhnungsbedürftig aus, zum anderen wird sich erst in der Praxis zeigen, in wie fern ein sauberes und korrektes Arbeiten, sowie ein sauberes exportieren in die verschiedenen Ausgabeformate (PDF) möglich ist, ohne allzu sehr in die Trickkiste greifen zu müssen.

Auch das Handling mit den verschiedenen Dateiformaten, der Umgang mit Photoshop Files und Color Management wird sich erst in der Praxis beweisen müssen, in wie weit dies zur Zufriedenheit der Kreativen gelöst wurde. Eine Kompatibilität zu alten X-Press Versionen darf gleich mal angezweifelt werden.

Ein weiterer Kritikpunkt aus meiner Sicht ist der kompromisslose Versuch, Print, Web und Flash unter einen Hut zu bringen. Da bleibt zu befürchten, dass von jedem etwas da ist, aber leider (wieder) nichts perfekt. Aber mit diesem Problem kämpft auch die Konkurrenz von Adobe, welche derzeit bereits an der neuen Indesign Version CS4 bastelt.

In knapp zwei Monaten soll die 8er Version erscheinen, erst dann wird sich zeigen, ob der Versionssprung und die Kosten für das neue Paket gerechtfertigt sind. Preise stehen derzeit noch nicht fest.

Mastblau

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