Dreister Contentklau

Kategorie: Kritik | 2 Kommentare »

Es kommt ja des öfteren vor, dass Artikeln von Mastblau zitiert und erwähnt werden. Was uns selbstverständlich freut und ehrt. Doch immer wieder bedienen sich einige Webmaster ungeniert unserer Texte ohne Quellangabe und Link und geben diesen obendrein als ihren eigenen aus. Wie auch das Unternehmen “…… Druck Produktion Service” *. Dass dieser hiermit gegen das Urheberrecht verstösst, sollte einem Unternehmen in diesem Gewerbe bewusst sein.

Konkret geht es um unseren Artikel Vorteile Digitaldruck vs. Offsetdruck welcher fast 1:1 übernommen wurde (siehe Screenshots). Nicht nur, dass dies ein dreister Contentklau ist, auch Google & Co strafen doppelten Content ab. Mal sehen was der Webmaster dazu sagt.

* Nachtrag:
Ging ja fix. Nach Entschuldigung des Unternehmens haben wir Teile des Unternehmensnamens neutralisiert. Wir wollen ja nicht zu sehr nachtragend sein.

Und wie gesagt:
Man kann und darf gerne auszugsweise Texte von uns zitieren, sofern eine Quellangabe und Link zu den vollständigen Artikel vorhanden ist. Bitte schätzen Sie die Arbeit die sich andere antun.

2 Antworten zu “Dreister Contentklau”

  1. Olaf

    Erst vor wenigen Tagen haben sich Chris Coyier von CSS-Tricks.com und Jeff Starr von perishablepress.com in teils deutlichen Worten mit der Thematik beschäftigt:
    http://css-tricks.com/scrapers-wear-doodoo-hats/
    http://perishablepress.com/press/2010/09/24/content-scrapers-suck-ass/

    Vor einiger Zeit machte ich mir mal den Spaß, ein paar Blogbeiträgen zu Twitter Trends nachzugehen, zum Beispiel, als der Abmahn-Wahn eines großen Outdoorbekleidungs-Herstellers wieder grassierte.

    Als ich wahllos einige eindeutige Textpassagen inklusive Interpunktion googelte, kam ich bei 5 Themen auf eine Trefferquote von durchschnittlich 25 Prozent, das heißt jeder vierte Beitrag eines Bloggers wurde irgendwo wenigstens teilweise kopiert, über die Hälfte davon ohne Quellenangaben. Ich habe dafür (nur) die erste Google SERP komplett gescannt – meist standen auch nicht mehr als drei Ergebnisseiten zur Verfügung, weil die Suche sehr spezifisch war.

    Noch schlimmer sieht es bestimmt bei Bildrechten aus. Wäre die Bildersuche bereits so weit ausgereift, dass jeder ohne großen Aufwand nach Raubkopien suchen könnte, läge die Quote wohl weit höher.

    Traurig. Also was tun? Noch ein Tool auf dem Webspace implementieren, um nach Content-Dieben zu fahnden? Zusammen mit Anwälten ein neues Geschäftsfeld (Abmahnungen) eröffnen?

    Ich finde, Chris (siehe oben) hat Recht. Mund abwischen und ab dafür. Content rules, so wie an dieser Stelle gewohnt ;-) Mehr Energie als die Aufforderung zur nachträglichen Verlinkung und Quellenangabe würde ich nicht investieren.

  2. Katharina Eckhardt

    Contentklau wird auch heute noch gerne als Kavaliersdelikt angesehen. Ich selber habe, einige relativ alte Projekte im Netz, von denen immer mal wieder gerne Inhalte übernommen werden. Wie Ihr schon schreibt, man fühlt sich einerseits geehrt, gerade wenn auch mühevoll erstellte Grafiken übernommen wurden, doch die Dreistigkeit einiger “Webmaster” grenzt schon an eine große Unverschämtheit. Man kann sich nicht komplett gegen Contentklau schützen und ich will es auch nicht immerzu überwachen müssen. Deshalb habe ich meine internen Links mit der jeweils kompletten URL versehen. Meine Seiten gelten bei Google sowieso als Original und wenn die Spammer meine Inhalte unbedingt veröffentlichen müssen, dann sollen sie wenigstens (unfreiwillig) für Backlinks sorgen ;o)

Mastblau

Der erste deutschsprachige Blog mit Spezialthemen zu Repro, PDFX, Druckvorstufe, Druck und Internet.

Sponsoren